tirol redet mit…

Unter diesem Motto fand am Dienstag den 21. April um 19:00 Uhr im Autohaus Schweiger eine Veranstaltung statt, von der kaum jemand wusste – war sie ursprünglich ja als “ÖVP-intern” ausgeschrieben. So war es wohl auch nicht weiter verwunderlich, dass hierzu nur geschätzte 50 Teilnehmer der Zielgruppe eintrafen…

….wären da nicht auch ca. 200 Demonstranten/-innen, welche unter Betretungsverbot des Schweiger-Grundstückes, ihrem Unmut über das Pernpasspaket laufstark auf öffentlichem Grund kundtaten – als offiziell angemeldete und perfekt organisierte und geordnete Demonstration.


Diese startete bereits um 18:00 Uhr und begleiteten die eintreffenden Mitglieder der Zielgruppe mit einem Pfeifkonzert (auf selbst hergestellten Trillerpfeifen) in den Veranstatltungsort – was bei einigen offensichtlich blank liegende Nerven verursachte.

Als dann auch LH Mattle mit seinem Stellvertreter Geisler eintrafen, waren wohl zu wenige Teilnehmer innerhalb des Gebäudes, sodaß nun auch die Demonstranten/-innen eingelassen wurden – mit Nachdruck OHNE Plakate und auch OHNE ihre gelben “Anti-Fernpasspaket”-T-Shirts, die mussten draußen bleiben. Die Demonstranten/-innen nahmen es gelassen und verhielten sich auch in der Folge diszipliniert und professionell.
Die als Dialog angepriesene Veranstaltung verlief somit ohne Störungen – allerdings war es kein Dialog, sondern vielmehr Monologe der Landesregierungsmitglieder. Ein Moderator sortierte aus den auf Karten schriftlich eingelangten Fragen die passenden aus, womit offensichtlich kritische und sarkastische Fragen (insb. zum Fernpasspaket und Verkehr) gar nicht erst aufkamen.
Bei der Beantwortung der verbliebenen präsentierte LH Mattle eine neue Erklärung, warum das Fernpasspaket unausweichlich notwendig ist:

Sehr geehrter LH Mattle, von welchen Autobahnen sprichst Du? Das ist eine Nord-Süd Zubringer-Verbindung eben zur Autobahn im Inntal. Diese wird mit jedem Ausbau noch intensiver genutzt, da potentielle Alternativrouten über die Schweiz oder Rosenheim für die “Mautflüchtlinge” zu weit sind. Sie nehmen lieber die angestrebte Maut gerne in Kauf. Das löst somit also gar nichts.
In einigen Randbemerkungen wurde allerdings sehr deutlich, warum die Landesregierung diese Maut dringender braucht, als ein Verdurstender einen Schluck Wasser:

Dieses Budget basiert offensichtlich bereits auf den Mauteinnahmen vom Fernpass.

Auch für die von LP Ledl-Rossmann so wehement abgelehnte Volksbefragung zum Fernpüasspaket fand LH Mattle klare Worte:

Die kann man nicht alleine den Betroffenen überlassen. Ob dieser Ansicht, sollten wir vielleicht in Erwägung ziehen, beim EUGH einen besonderen Schutzstatus zu beantragen: als schutzbedürftige Minderheit welche vom restlichen Bundesland durch die Landesregierung aktiv ausgegrenzt wird und die den Verkehr zum Wohle aller anderen zu ertragen hat. Insbesondere den Zubringerverkehr für jene in den touristischen Seitentälern, welche in den letzten Jahren so massiv ausgebaut wurden. Es geht also um’s ganz große Geld, um die Gäste welche über die B179 kommen und Ihr Geld außerhalb des Außerferns ausgeben – dass müssen die Außerferner doch verstehen und sich solidarisch verhalten. Sehr geehrter LH Mattle: Solidarität ist nie eine Einbahnstraße, wo ist Deine Solidarität und Verständnis für die betroffene Bevölkerung und deren Gesundheit?

Eines hat die Veranstaltung deutlich aufgezeigt: Entlang der B179 ist die Ablehnung für dieses Fernpasspaket nach wie vor enorm und aktiv.

der lediglich eine Verkehrserleichterung für schwere LKWs darstellt. Den brauchen nur andere, auf Kosten unserer Lebensqualität und Gesundheit.

hat mir nicht gefallenhabe mir mehr erwartetwar recht gut und interessanthat mir sehr gut gefallensuper Beitrag! (Bisher noch keine Bewertungen)
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