Der Sitzung wohnten 7 Besucher bei
TOP 1 – Protokoll
Es gab keine Anmerkungen/Einwände => einstimmig mit 5 Enthaltungen wegen Nichtanwesenheit
TOP 2 – Rossmoos (Lassacher)
siehe auch 21. GR-Sitzung vom 14.05.2024 und auch Gemeindeversammlung vom 18. Sept. 2025
Ing. MMSc Felix Lassacher (Abt. Umweltschutz Amt der Tiroler Landesregierung) präsentierte den aktuellen Stand zu diesem Projekt.
Insgesamt sind 7,3 ha umfasst. Die alte Biotopkartierung musste neu gemacht werden. Ebenso werden die Wasser-Untersuchungen auch auf die umliegen Flächen (außerhalb der 7,3 ha) vorgenommen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Nachbarn durch die veränderten Wasserpegel nicht beeinträchtigt werden. Im Zuge dessen werden sehr ausführliche Untersuchungen/Messungen des Wasserhaushaltes und der Wasserbewegungen (8 Pegelmessstellen) vorgenommen. Das bestehende Gehölze (Bäume, Sträucher) müssen raus, weil sie zu viel Wasser ziehen. Durch die Revitalisierung wird der Wasserabfluss langsamer und flächiger erfolgen. Dafür werden Spundwände in die bestehenden und ggf. neuen Gräben gesetzt. Diese können bei Bedarf auch nachträglich noch angepasst werden. In der Folge werden als erstes Pfeifengräser kommen, welche dann erst langsam durch die gewünschte Moorflora verdrängt werden. Aufwachsendes Schilf muss ausgemäht werden. Dies erfolgt in 5 einzelnen Freiflächen welche bewirtschaftet werden. Hierfür werden noch Interessenten gesucht, welche auch vom Land Tirol entsprechende Förderungen bekommen sollen.
Als Ziel für die Umsetzung nannte Herr Lassacher 2026. Das wäre damit das zweite AMoore Projekt (nach Nöslach) welches umgesetzt wird. Die Planung inkl. SV Gutachten sind bereits fertig und er möchte im Frühjahr (vor Brutbeginn der Vögel) beginnen. Begleitet wird das Projekt mit intensivem Monitoring bis mind. 2034 (Weiterbegleitung um 10 weitere Jahre mögliche => 2044).
Gleich nach Einrichtung der Wasserpegel wird die CO2 Emission des Bodens deutlich zurück gehen. Nach ca. 10 Jahre wird der optimale Pegel der CO2 Bindung (Speicherung) erreicht sein. Dieser liegt um den Faktor 7 besser als der eines Waldes. Eine Nutzung des Geländes als Loipe im Winter ist nach wie vor möglich (wenn der Boden ausreichend gefroren ist – was auch die aktuelle Voraussetzung darstellt).
Für das Projekt stellt die Gemeinde resp. Agrargemeinschaft die stellt Grundfläche zur Verfügung. Kosten muss die Gemeinde keine übernehmen. Von Seiten der Gemeinde wurde auch die Auflage formuliert, dass ein Moor-Lehrpfad in das Projekt mit aufgenommen wird (inkl. Pflege/Erhaltung auf 20 Jahre ggf. in Kooperation mit der TZA). Das Projekt wird einstimmig unterstützt.




Alle Fotos mit Genehmigung von Ing. MMSc Felix Lassacher aus dem aktuellen Bericht.
TOP 3 – Ü-Ausschuss
Obfrau Barbara Bader berichtete über die erfolgte Kassaprüfung, welche ohne Auffälligkeiten abgeschlossen wurde. Akt. Stand der liquiden Mittel beträgt ges. 1,003 Mio €. Der Bericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen
TOP 4 – Voranschlag 2026
Bgm. Köck führte einleitend aus, dass der Voranschlag in einer eigenen Sitzung der 5 Fraktionsobleute + Obfrau Barbara Bader + Finanzleiterin Martina Klotz + Amtsleiter Herbert Fuchs im Detail besprochen und an geeigneten Stellen Kürzungen vorgenommen wurden. So konnte der anfängliche Abgang im Finanzierungshaushalt von ca. 1,6 Mio € auf 520.100,- € gekürzt werden.
Finanzleiterin Martina Klotz führte idF im Detail weiter aus. Die wesentlichsten Punkte waren hierbei:
- Personalkostenanstieg um 4% (wirksam erst ab Juli 2025) => 1,9 Mio €
- Aktuelle Schulden ca. 4,27 Mio €
- Geplanter Schuldenstand per 31.12.2026 soll bei 4,00 Mio € liegen => Schuldendienst 592.700 €
- Für das geplante Feuerwehrauto werden 2026-28 ca. 500 T€ fällig (Zwischenfinanzierung durch die Gemeinde bis Förderungen vom Land/Bund kommen), für 2026 ist eine Anzahlung iHv 170 T€ eingeplant (kommt aus Agrar Oberdorf). Hierzu gibt es einen Grundsatzbeschluss des GR (32. GR vom 16.09.2025) der jedoch noch keine fixe Finanzierungszusage darstellt (nur damit eine Angebotslegung erfolgen kann). Da die FF-Ehrwald auch die Einsatzbereitschaft für die Tunnel-Portale im Gemeindegebiet von Biberwier stellen muss, habe ich darauf Wert gelegt, dass diese zusätzliche Belastung für Ehrwald durch die Förderung des Landes und/oder einen Beitrag der Gemeinde Biberwier (welche massive Zugeständnisse im Rahmen des Fernpasstunnels erhalten soll) entsprechend abgegolten werden muss. Die endgültige Entscheidung fällt in einer eigenen Abstimmung zu gegebener Zeit.
- Die Landes-Förderungen für den Bauhof kommen nun doch nicht wie vereinbart auf einmal, sondern aufgeteilt über einen längeren Zeitraum.
- Für die Sanierung der Wasserleitung in der Bahnhofstrasse soll ein 1%-iges Darlehen iHv 250 T€ aufgenommen werden
- Die Förderung aus dem Bäderfond für das Hallenbad soll 2026 kommen
- Die hierfür erforderlichen Beschlüsse (Finanzierungs- und Ergebnishaushalt, Abweichungen von der Planung sowie Veröffentlichung auf der Homepage) wurden alle einstimmig gefasst.
TOP 5 – Mietwohnungen Zugspitzstrasse 14a (Neue Heimat)
Dieser Tagesordnungspunkt musste infolge Datenschutzbedenken in den TOP 8 (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) verschoben werden. Allerdings kann gesagt werden, dass die große Wohnung Top 4 (78 m² + Garten südseitig) noch frei ist – Interessenten können sich bei der Gemeinde melden.
TOP 6 – Agrar
Abgesehen von der Beschlussfassung zum obigen TOP 2 (Rossmoos) lagen keine weiteren Punkte vor.
TOP 7 – Allfälliges
- BgmStv. R. Wilhelm bat Bgm. Köck betreffend Fragen und Gerüchten aus der Bevölkerung zur Sanierung Weidachbecken Stellung zu nehmen. Dieser gab an, dass auf dem Amt keine solchen eingegangen sind. Grundsätzlich fehlen für dieses Projekt noch 2 Zustimmungserklärungen, dann könnte es im Herbst 2026 starten. Der GR sprach sich dafür aus, dass dieses Thema vorher noch einmal auf der nächsten Gemeindeversammlung 2026 erläutert werden soll.
- BgmStv. R. Wilhelm gab einen Rückblick auf das Erreichte im Jahr 2026: Gemeindebauhof, Bauplätze Schmiede, 2 Wohnprojekte, öffi-Verkehr verdoppelt, Sanierung Kläranlage gestartet, Verkauf Panorama & Gamsalm, Schutzdamm nach Murenabgang, Hallenbad in Umsetzung, Schöberli Projekt sehr transparent (ganz anders als Ponöfen Projekt zuvor) => GR sehr gute Arbeit geleistet
- Ich habe im Zusammenhang mit der mobilen Heizung des Zugspitzsaals/Kletterhalle darum gebeten, dass die damit sehr exakt berechenbaren Heizkosten detailliert dokumentiert und auch veröffentlicht werden sollen. Dies insb. da die Freizeitbetriebe sich bisher immer auf fehlende Kostenstellenrechnung bezogen, und diese in der Vergangenheit somit nicht zuordenbar waren (was sich sehr negativ auf die Ergebnisse des Hallenbades ausgewirkt hatte).
- Im Zusammenhang mit dem Aufhängen des Christbaumschmuckes an einem privaten Baum durch die FF-Ehrwald (mit der neuen Drehleiter) am Sonntag den 14.12.2025 habe ich angeregt, dass die FF-Ehrwald dafür einen formellen Kostenbedarf festlegt und dies zu einem Geschäftsmodell zur Mitfinanzierung des FF-Budgetbedarfes macht. Ortsschmuck sollte für ALLE mit klaren transparenten Konditionen möglich sein.
- Betreffend des Nikolaus Umzuges wollte ich wissen, warum dieser nicht mehr wie früher am Bahnhof, sondern beim Hallenbad startet. Die Antwort: Früher bestand insb. für die Engel eine Umkleidemöglichkeit im Hotel Feneberg. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, und so muss man auf die kürzere Variante ausweichen. Ich finde es sehr schade, dass damit wieder der halbe Ort von einer Traditionsfeier ausgeschlossen wird. Das Unterdorf wird damit weiter ausgehungert, eine sehr beängstigende Entwicklung.